Lernen ohne Schule? Sugata Mitras neuer Geniestreich

„Es gibt Orte, an denen man einfach keine Schule bauen kann. Noch viel häufiger gibt es Orte, an denen es Schulen gibt, aber gute Lehrer wollen oder können nicht dorthin gehen. Was tun Sie dann? Denn Kinder gibt es überall. Und genau dies versuche ich anzugehen.“ (Sugata Mitra)

Nach seinem bahnbrechenden Hole-in-the-Wall-Projekt, welches Kinder in Slums mit Lernstationen in Mauerlöchern zum selbständigen Lernen bewegte, richtet sich auch Mitras neue Idee an diejenigen, die von herkömmlichen Bildungssystemen ausgeschlossen sind oder nur sehr schwer erreicht werden. Mitra benutzt die Möglichkeit zur kostenlosen Videokonferenz via Skype und rekrutierte hunderte freiwillige Omas in Newcastle – die UK Granny Cloud. Diese Großmütter helfen einmal wöchentlich und online Kindern in Indien bei ihrer Ausbildung.

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Sugata Mitras Granny Cloud ist nicht nur ein großartiges Beispiel für innovation im informellen Bildungssektor, sondern zeigt auch auf, wie eine Zusammenführung der alternden westlichen Gesellschaften mit in den jüngeren Gesellschaften in Entwicklungsländern gelingen kann. Interkulturelle Bildung dank neuer Technolgien. Val Almond, eine freiwillige Lehrerin drückt es so aus: „So viele Kinder auf der Welt haben keinen Zugang zu Bildung. Aber mithilfe der neuen Technologien gelingt es uns, auch die ärmsten Kinder zu erreichen.“ Bildung für alle statt Schule für alle. Der innovative Beitrag eines Querdenkers.

Die Existenz Gottes

Diese Diskussion zwischen Bertrand Russell und Pater F. C. Copleston wurde erstmals 1948 über das dritte Programm der BBC ausgestrahlt und im selben Jahr in der Herbstausgabe von Humanitas veröffentlicht. 1957 erschien sie als Nachdruck in der englischen und später in der deutschen Ausgabe von Bertrand Russells „Warum ich kein Christ bin„.

Das Originalinterview ist mehr als 50 Jahre alt und deshalb urheberrechtsfrei zugänglich. Es kann hier heruntergeladen werden und wurde für Youtube in zwei Teilen aufbereitet. In dem etwa zwanzigminütigen Interviewausschnitt diskutieren Copleston und Russell den Leibnizschen Kontingenzbeweis für die Existenz Gottes. Copleston verteidigt das Leibnizsche Argument eines notwendig Seienden, einer ersten Ursache für alles kontingent Seiende. Russell kommentiert: „Ich sehe überhaupt keinen Anlass anzunehmen, das Ganze habe irgendeine Ursache.“ Eine großartige, scharfsinnige Diskussion, die hier online bzw. in Russells Buch transkribiert vorliegt.

Das Gespräch wurde der Sammlung freier Online-Kurse in den Abschnitten Philosophie und Religion hinzugefügt.